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Musik-Blog

POD X3 von Line6

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von am 18.06.2011 um 23:26 (1829 Hits)
Der POD XT ist nun schon lange auf dem Markt und einen richtigen Nachfolger hat es lange nicht mehr gegeben. Zahlreiche Abwandlungen wie die livetaugliche Boardversion gab es und auch abgespeckte Varianten der ersten POD-Generation.

Nun bringt Line6 den POD X3 heraus. In ihm vereint er zum einen alle Modelpacks, die man beim POD XT zusätzlich kaufen und aufrüsten kann, was neben den zahlreichen Effekten auch die Gitarrenverstärker und die Bassverstärker mit zugehörigen Verstärkerboxen beinhaltet. Darüber hinaus sind aber auch für den Gesang Mikrofonmodelle vorhanden und mit dem Gesang bekommt der POD X3 auch einen XLR-Anschluß.

Um den Anschluß an die Konkurrenz von BOSS und Roland nicht zu verlieren, wurde hier auch das Biamping eingebaut. Nun kann man zum einen zwei Verstärkermodelle nicht nur gemeinsam zu einem einzigen Sound mischen, sondern es können sogar zwei Instrumentalisten gemeinsam über den POD X3 spielen. Also sowohl zwei Gitarren, wie auch Gitarrre und Bass oder Gitarre und Gesang usw.

Den POD X3 gibt es denn auch als Live Version wo alles in einem Fußboard zusammengefasst ist. Für mich als sog. alten POD XT-Live Benutzer, aber kein Grund hier zu wechseln, da mir der POD XTL so schon fast zu viele Möglichkeiten bietet, die ich kaum ausschöpfen kann, aber für Neueinsteiger, sicherlich eine gute Überlegung wert, hier ein sehr komplexes Aufnahme- und Livetool zu erhalten.

Der POD X3 ist somit ein aufgebohrtes POX XT, aber leider keine Neuentwicklung. Klangtechnisch ist es damit auf dem Niveau des POD XT, nur halt mit der Möglichkeit durch Biamping und dem Gesang, noch mehr Soundmöglihckeiten aus dem Gerät herauszuholen.


Beitrag vom 28.9.07

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Kommentare

  1. Avatar von Oliver
    Danke für den Eintrag.
    Ich denke, dass ich mir das “Teil” reinziehen werde.
    Meine Absicht ist es für Studioaufnahmen zu verwenden. Gerne hätte ich gleichzeitig auch noch etwas, um Bass einzuspielen – also perfekt.

    Gegen einen Mikrophonpreamp, sofern Geräuscharm, hätte ich auch nichts – mit dem neuen XLR-Anschluss scheint dies ja auch erfüllt zu sein.

    So: Go4It!
  2. Avatar von Frank Marquard
    Sehr fachkundige Produktvorstellung! Viele meinen ja irrigerweise, der POD X3 wäre irgendwie besser als der POD XT. Tatsächlich aber verwendet der neue POD X3 dieselben Wandler und Prozessoren wie der POD XT, nur halt mit der Option des separaten zweiten Kanals. Da macht Line6 auf Nachfrage auch keinen Hehl draus. Das muss man ihnen also lassen, die Marketingabteilung funktioniert im Gegensatz zur Entwicklungsabteilung gut, denn bei den meisten Leuten kam es so rüber, als hätte man es hier mit einer Neuerung oder Weiterentwicklung zu tun. Ist aber nur ein marginaler Hüpfer, denn die wenigsten brauchen 2 Sounds gleichzeitig. Schon gar nicht fürs Homerecording, wo besser richtig gedoppelt wird. Und für seine Möglichkeiten ist es einfach zu teuer. Wer will seinen Gesang über die Plastikbohne verfremden? Das POD XT ist günstiger, klingt genau so gut und ist einfacher zu bedienen. Die Reviews zum POD X3 bei harmony-central sind teilweise vernichtend…
  3. Avatar von Enriquez
    Also wie man hier im Forum nachlesen kann, verwendet der POD-X3, zwei viel schnellere Prozessoren als der einzelne beim POD-XT. Der Klang soll auch entscheident besser sein, so das jetzt schon zahlreiche Line6-Vetta Besitzer auf den POD-X3 umgestiegen sind. Die schätzen insbesondere das Mixen zweier unterschiedlicher Gitarrenverstärker zu einem einzigartigem Sound. Zudem besitzt der POD-X3 zahlreiche Anschlüsse, welche der POD-XT noch nicht besitzt und noch weitere Vorteile.
  4. Avatar von Livemusiker
    Man sollte allerdings nicht unerwähnt lassen, daß der X3 auch einige Anschlüsse *nicht* besitzt: den MIDI-Port zu “vergessen” kann ein killing point sein.
    Das verhindert meines Erachtens die Implementation des Gerätes in ein bestehendes Live-setup. Die 3 HE eines X3 Pro sind für Gitarristen einer Live Band, die ihr Equipment selbst schleppen, ein Hohn.

    Ich kaufe mir dieses Teil wegen des fehlenden MIDI-Anschlusses jedenfalls nicht.

    Oder gibt es einen insider, der weiß, ob man mit vertretbarem Lötaufwand da was nachrüsten könnte?
  5. Avatar von Enriquez
    Nur der einfache POD X3 hat keine MIDI-Anschlüsse. Sowohl das Live- als auch das Pro-Modell haben MIDI-Anschlüsse.

    Und was sind bitte 3 HE?
  6. Avatar von Oliver
    3 HE = 3 Höheneinheiten (in einem 19″ Rack)
  7. Avatar von Enriquez
    Ah ja, da ich kein Rack verwende bin ich da nicht darauf gekommen.

    Aber schon merkwürdig, wenn jemand die genauen Höheneinheiten des Gerätes kennt, aber nichts über die Anschlüsse
  8. Avatar von Oliver
    Richtig, einerseits gibt’s ja ne Live – Version – die hat Midi Anschlüsse.
    Auf der anderen Seite würde es mich mehr als nur ein bisschen wundern, wenn eine Rack-Version nicht über Midi Anschlüsse verfügen würde, denn in diesem Fall könnte man das Gehäuse auch grad’ weglassen und die entwickelnden Engineers eigentlich auch.
  9. Avatar von Livemusiker
    Keine Angst, als Dipl.Ing. Elektrotechnik sind mir die Anschlüsse durchaus geläufig… Zum besseren Verständnis:
    Die Live-Version scheidet aus, weil in einem bestehenden MIDI-fizierten Gitarrenrack schon eine Tretleiste auf der Bühne herumliegt. MIDI ist dabei bestens etablierter professioneller Standard, mit dem sich von der Röhrenvorstufe bis zum Effektgerät alles problemlos steuern lässt. Mit einer einzigen Leiste und herstellerunabhängig.
    X3 scheidet aus, weil der kein MIDI hat.
    X3 Pro scheidet aus, weil man als tourender Musiker nicht für jedes Gerät, welches locker in ein 9.5″ Gehäuse passen würde, 3 HE Rackspace verschwenden will.
    Line6 hat also auf den Markt der Leute, die gerne für ein paar zusätzliche neue Sounds ein neues Teil in ihr bewährtes Rack reinschrauben würden, verzichtet.

    Hoffentlich sieht die Konkurrenz das anders.
  10. Avatar von Oliver
    Nun, ich hoffe doch, dass man für das Verständnis der Anschlüsse nicht “Dipl. Ing. El.” sein muss. Sonst hätte sich Line6 sowieso grad’ in den Fuss geschossen.
    Nur um die Software des POD’s zu bedienen muss ich ja auch nicht Informatiker sein.

    Was die 3HE betrifft gebe ich Dir recht, das ist einfach zu viel – schliesslich gibt’s Poweramps, welche mit 1 HE auskommen… wobei ich mir das Bedienpanel jetzt nicht angeschaut hab’. Ich persönlich hab’ die Bedienoberflächen mit tonnenweise verschachtelten Menues so ziemlich satt. Live ist’s für mich am besten simpel. Im Studio ist die Komplexität des Setups sekundär… wobei (zumindest Musikerseitig) eigentlich anspruchslos.

    Das Livegerät übernimmt auch gerade noch die Funktion des Midicontrollers – natürlich sehr ungünstig, wenn man (wie ich ja auch) nen separaten Midicontroller hat.

    Bezüglich Nachrüstung kann ich nur empfehlen zu versuchen das Schaltschema aufzutreiben – da wird sich zeigen, ob das Midiinterface prinzipiell bestückt/vorhanden ist und man dann mehr oder weniger noch die Anschlüsse nach draussen führen muss, was ich eher nicht glaube.
  11. Avatar von Livemusiker
    Zur Nachrüstung würde schon ein Digital-Pin an einem Controller reichen. Die restliche MIDI-Eingangsbeschaltung mit Optokoppler ist ja hinlänglich bekannt. Das Problem wird eher sein, daß das wahrscheinlich auch in der Software ausgespart ist ??? Z. B. Einstellung des MIDI-Kanals…
    D.h. ein Schaltplan allein hilft noch nicht.
  12. Avatar von Enriquez
    Wenn du noch etwas Geld übrig hast und Zeit für die Warteliste, solltest du einen Blick auf das Axe-FX werfen.
  13. Avatar von Oliver
    Ich selbst hab’ keine Erfahrung in der Nachrüstung eines Midiinterfaces. Und ob man prinzipiell eine andere Firmware aufladen kann, weiss ich nicht… allenfalls das PROM oder was auch immer ersetzen.

    Persönlich werde ich an Geräten auch nimmer rumbasteln, denn dadurch entfällt die Garantie und wenn ich das Gerät ersetzen will/muss, muss ich den Eingriff nochmals vornehmen.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die heutig verfügbare Hardware für jeden etwas bieten sollte, auch wenn’s schlussendlich halt’ kein POD ist.

    Gerade im Live-Bereich kann man da auch schon mal kleine Abstriche machen – dafür erhält man mit den digitalen Dingern ja auch eine unglaubliche Vielseitigkeit.
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