Was den C64 für viele Musiker interessant machte, war seinerzeit sein Musikchip, der SID (Sound Interface Device). Dieser machte ihn quasi zu einem voll programmierbaren Synthesizer und gilt als bester Soundchip der 8-Bit-Ära.
Heutzutage schauen Leute nur noch auf 16-Bit, 24-Bit und je höher desto besser. Und überhaupt, nichts geht über Analog und echte Instrumente.
Wirklich? Ganz sicher?
Mit nur ein wenig Hall kann man dem Klang eines C64 die nötige Tiefe geben, und schon haben wir beeindruckende Musik von Bach, die zeigt, warum der C64 damals die Computer- und Musikwelt so revolutionierte:
01. BWV 565 – Toccata and Fugue in D minor (8:55)
02. BWV 639 – Ich ruf’ zu dir (2:42)
03. BWV 1080.1 – Contrapunctus 1 (3:56)
04. BWV 662 – Allein Gott (6:45)
05. BWV 582 – Passacaglia and Fugue in C minor (17:50)
Was der Soundchip so alles zu bieten hatte, war nich gerade wenig:
– Hybridchip, teilweise digital, teilweise analog
– 3 unabhängige Stimmen (Oszillatoren)
– 4 teilweise kombinierbare digitale Wellenformen pro Stimme (Dreieck, Sägezahn, Rechteck mit einstellbarer Pulsbreite, Weißes Rauschen)
– Grundfrequenzen von 0 bis 4 kHz
– Hohe Auflösung der Grundfrequenz von 16 Bit
– 3 kombinierbare analoge Filter (Tiefpass, Hochpass, Bandpass oder Kerbfilter mit variabler Grenzfrequenz und variabler Resonanz), je Stimme einzeln zuschaltbar, 2-Pol Filter
– je Stimme einstellbare digitale Hüllkurve (ADSR)
– Gemeinsame Lautstärkeregelung für alle Stimmen in 16 Stufen
– Je Stimme einzeln einschaltbare digitale Synchronisation der Stimme mit der jeweils nächsten
– Je Stimme einzeln einschaltbare digitale Ringmodulation von Dreieckswellen mit der jeweils nächsten Stimme
– Stimme 3 am Ausgang unterdrückbar
– eine externe analoge Stimme zumischbar und filterbar
– 2 einfache A/D-Wandler



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